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Ab 1951 Bundesgrenzschutz
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Zum Thema
DDR-Grenze:
BGS 1952
Wootz-Gorleben
Grenze
60er J.
DDR-Reise 1973
Bitterwerder 1974
Kl.
Grenzverkehr
Polenreise 1976
Das Loch im Zaun
1989
Salzwedel
Der Vorhang fällt
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In den ersten Jahren nach Kriegsende ist die Grüne Grenze zwischen den
Besatzungszonen auf der sowjetischen Seite zwar von russischen
Soldaten bewacht, aber in der freien Landschaft zwischen den
Landkreisen Salzwedel und Lüchow-Dannenberg durchlässig. Mit der
Entwicklung der weltpolitischen Lage zum Kalten Krieg zwischen Ost und
West, wird die Bewachung nicht nur auf der Ostseite schärfer, sondern
auch im Westen wird es für notwendig befunden, die "Demarkationslinie"
militärisch zu kontrollieren. Dies wird im Westen 1951 zum Anlass
genommen, der eigentlich entmilitarisierten Bundesrepublik eine neue
quasi-militärische Einrichtung zuzugestehen. Es wird der
Bundesgrenzschutz als eine vordergründig staatspolizeiliche
Einrichtung gegründet, die sich aber stramm militärisch organisiert
und 1956 dann auch die ersten 10.000 Mann für die Bundeswehr stellt.
Am 17. Mai 1950 heißt es: „Die Vereinigten Stabschefs sind der festen
Überzeugung, dass aus militärischer Sicht die angemessene und frühe
Wiederbewaffnung Westdeutschlands von grundlegender Bedeutung für die
Verteidigung Westeuropas gegen die UdSSR ist.“Foto: An der Grenze
bei Harpe (Schnega). |
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Im Winter 1951/52 erhält die erste Einheit des BGS für den
Grenzabschnitt zum Landkreis Salzwedel Unterkunft in einer Baracke
in der
Uefest bei Woltersdorf. Von dieser Einheit
unter Oberfeldwebel
Heinz Denker stammen die Fotos.
Etwa zur selben Zeit wird Neu Tramm von den untergebrachten
Flüchtlingen geräumt, um dort den Bundesgrenzschutz für den
Grenzabschnitt im Bereich Lüchow-Dannenberg dauerhaft zu stationieren.Foto: Die Gebäude und Sende- und Empfangsmasten der Uefest.
Erkennbar die vom BGS genutzte Baracke. |
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"Vergattern der Wache" durch Ofw. Denker vor der Baracke im
Gelände der Uefest im April 1952. |
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Der VW-Cabrio ist das passende Einsatzfahrzeug auf den teils sandigen, teils
matschigen Wegen in der Gartower Forst und der Dumme-Niederung. |

Karten lesen ist in dieser unübersichtlichen und auf weiten Strecken
siedlungsarmen Landschaft häufig notwendig. |
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Kameradschaft leben und endlich wieder eine Uniform tragen ist für die
meisten, die schon in der Reichswehr gedient haben, entscheidende
Motivation, beim neuen Bundesgrenzschutz zu sein. |
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Es wird viel und gern gesungen:
Drei
Lilien, drei Lilien.
Mein Schlesierland.
Die blauen Dragoner.
Wir
tragen den silbernen Adler am Rock.
Märkische Heide.Foto: Kleine Übung. |
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Mit dem Einsatzfahrzeug auf unbefestigten Wegen. |
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Auf dem Weg zur Grenze bei Harpe. |
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Patrouillengang bei Harpe. |
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Beobachtungsposten gut getarnt im
Kiefernbaum. |
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Auf der Gegenseite gibt es die ersten Wachtürme.
Bei Harpe. |
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Die Grenze ist noch kaum in der Landschaft erkennbar. Die kleine
Straße von Harpe nach Dahrendorf ist lediglich durch einen Erdwall
gesperrt. |
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Ab Thune bildet die Dumme, die hier in ihrem Quellgebiet nur ein
kleiner Bach ist, die Grenze. Auf der "Ostseite" (hier eigentlich
Süden) beginnen Waldarbeiter, einen Sichtstreifen entlang der Grenze
von Gehölz freizulegen. Sie stehen unter Aufsicht von "Vopos",
Volkspolizisten, im Westen
allgemeiner Ausdruck für alle Uniformierten im Osten. |
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Blickkontakt mit zwei "Vopos" auf der anderen Seite des
Sichtstreifens, der nun bald "Todesstreifen" heißen wird. |
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Das gepanzerte BGS-Fahrzeug (Geschützter Sonderwagen SW M 8 ?)
verdeutlicht die militärische Ausrüstung, zu der auch mittlere
Infanteriewaffen gehören.
Fotos: "Übung Wolf. 1953." |
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Erklimmen eines Aussichtsplatzes im
Gelände der Uefest. 1953. |
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"Zöllner im Einsatz" heißt es zu diesem Foto im Album von Oberfeldwebel
Heinz Denker, der 1956 zur neu gegründeten Bundeswehr wechselt und dort bei
den Fallschirmjägern der Luftwaffe eine neue Aufgabe findet. |
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Gebäude in
Neu Tramm, wo der BGS bis 1974
untergebracht war. |
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In der Tour werfen wir jetzt einen Blick
auf die andere Seite der Grenze und beobachten, wie die Bauern in der
Lenzener Wische mit dem neuen Regime auskommen. Auch dort geht
das Leben weiter. Aber während manche sich auf die neue Ideologie
einrichten, wollen andere sich nicht anpassen und sind
zur Flucht entschlossen. |
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Die Grenze in den 60er Jahren
(Seite erstellt im Oktober 2007) |